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„Das Vermögen der Wettiner nach 1918“ | Vortrag
Veranstaltung
- Titel:
- „Das Vermögen der Wettiner nach 1918“ | Vortrag
- Wann:
- So, 31. Mai 2026, 16:00 Uhr
- Wo:
- Schlosskirche Jahnishausen - Jahnishausen
- Eintritt:
- 10 €
- Aufrufe:
- 766
Informationen
Vortrag: Dr. phil. Matthias Donath
(Historiker, Autor, Zentrum für Kultur//Geschichte)
Sächsische Geschichte im Expertenblick
Jahnishausen. Die Schlosskirche. Das Vermögen der Wettiner 1918-1945
Die Geschichte von Jahnishausen ist eng mit unserer mittelsächsischen Geschichte verknüpft.
Die Wettiner waren eines der ältesten und bedeutendsten deutschen Fürstengeschlechter, das über 800 Jahre lang (ca. 10. Jh. bis 1918) über Sachsen, Thüringen und die Lausitz herrschte. Ursprünglich aus Sachsen-Anhalt stammend (Stammburg Wettin an der Saale) prägten sie Mitteldeutschland als Markgrafen von Meißen, Kurfürsten und Könige von Sachsen sowie als Könige von Polen.
Prinz Johann, Herzog zu Sachsen (1801-1873) erwarb 1824 Rittergut und Schloss Jahnishausen zusammen mit Schlosskirche als sein familiäres Rückzugsdomizil neben Schloss Wesenstein und Pillnitz. Hier betrieb er fern des Hofes und in der ländlichen Ruhe philosophische Studien, Botanik und Landwirtschaft und traf sich mit den Einflussreichen und Vordenkern seiner Zeit. Nach dem frühen Tod seines Bruders König Friedrich August II.(1797-1854) übernahm er die Regentschaft als letzter sächsischer König.
Soviel wir aus Recherchen wissen, war die Schlosskirche bis 1937 im Besitz der nachfolgenden Wettiner-Generationen und wurde 1937 in Anbetracht der drohenden Enteignung durch das Nazi-Regime an die Sächsische Landeskirche übergeben.
Dr. Matthias Donath vom Zentrum Kultur//Geschichte Niederjahna bei Meißen ist DER prädestinierte Kenner unserer Regionalgeschichte. Er ist am 31.Mai 2026 um 15 Uhr in der Schlosskirchen-DIALOG-Reihe mit einem hochinteressanten Vortrag zu Gast.
Der promovierte Historiker berichtet über die Güter und Schlösser des Königshauses und was aus ihnen in den Wirren des 20. Jahrhunderts wurde. Auf Anfrage der Veranstalter verriet er zum Inhalt seines Vortrages folgendes.
Als die Revolution im November 1918 die Monarchie stürzte, verloren die Wettiner nicht nur den Thron, sondern auch das Vermögen, das die Krone bis dahin nutzen durfte. Sachsen und das vormalige Königshaus mussten sich auf eine Trennung von Staats- und Privatvermögen einigen, was nach einigem Hin und Her gelang. Große Reichtümer behielt das Haus Wettin nicht. Zu dem unbestrittenen Privatvermögen gehörte das Rittergut Jahnishausen. Mit der Bodenreform 1945 gingen die letzten Besitzungen des Königshauses verloren.
Eintritt: 10 Euro,
Reservierungen unter 0177/6790220
barrierefreier Zugang
Konzerte
Ausstellung